Der Steinkauz
Kleine Eule in Not Tierpark Bischofswerda freut sich über Nachwuchs bei den Steinkäuzen Die Geduld im Tierpark Bischofswerda hat sich ausgezahlt, im Jahr 2010 hat das Elternpaar erstmals zwei Jungtiere erfolgreich aufgezogen und im darauffolgenden Jahr waren es sogar fünf Jungtiere. Mit etwa 8 Woche hat der nachwuchs erstmals den Nistkasten verlassen. Nun kann der Tierpark einen kleinen Beitrag leisten und sich aktiv am Wiederansiedlungsprogramm beteiligen. In Zusammenarbeit mit dem Tierpark Hexentanzplatz in Thale werden neue Zuchtpaare aufgestellt und junge Käuze im nördlichen Harzvorland ausgewildert. Mit etwas Glück kann man die Steinkäuze im Tierpark in ihrem Gehege beobachten. Mit nur ca. 23 cm gehört dieser kleine Kobold zu den kleinsten Eulen und wird oft von den Besuchern übersehen, schade, denn er gehört zu den wertvollsten Tieren im Tierpark. Der Steinkauz hat einen flachen runden Kopf und gelbe Augen, sein Rückengefieder ist dunkelbraun mit vielen hellen Flecken. Am Bauch ist er heller und sein Schwanz ist kurz, was man besonders im Flug beobachten kann. Bei Aufregung streckt er sich und macht sich ganz lang und zeigt ein hastiges Knicksen und Verbeugen und eh man sich versieht, ist er auch schon im Baumstamm verschwunden. In den 60iger Jahren war der Steinkauz weit verbreitet. Heut gehört er unter den europäischen Eulen zu den besonders gefährdeten Arten und musste in die "Rote Liste" der in der Bundesrepublik Deutschland gefährdeten Arten aufgenommen werden. Zurückzuführen ist dies auf die Intensivierung der Landwirtschaft, insbesondere die Umwandlung von Dauergrün in Ackerland. Durch den Einsatz von Pestiziden verringert sich zudem sein Nahrungsangebot. Auf seiner Speisekarte stehen vorwiegend größere Schadinsekten, Schnecken, Regenwürmer und Mäuse. Diese liebliche kleine Eule ist als äußerst nützlich für den Menschen zu betrachten. |