Tierpark Bischofswerda

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Erhalten eines wertvollen Amphibienbiotops (WAZA-Projekt 08020)

Der Tierpark Bischofswerda in Sachsen nahm das Jahr des Frosches zum Anlass für ein gemeinsames Projekt in Zusammenarbeit mit der Jugend- Arbeitsgemeinschaft „Natur erleben – Natur schützen“ des Freizeitzentrums Regenbogen, das Lebensraum- und Arterhaltungsmaßnahmen in der ehemaligen Sandgrube Weickersdorf umfasst die ehemalige Sandgrube Weickersdorf ist ein wertvolles Amphibienbiotop, das aber durch Verbuschung, Verlandung, Bildung von Faulschlamm und Trockenfallen ehemaliger Weiher an Wert eingebüsst hat. Bei der seit 1993 durchgeführten periodischen Überwachung der Amphibienbestände wurde ein deutlicher Rückgang der Populationen festgestellt.

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2008 - Das Jahr des Frosches

Logo amphibian Ark Durch Zerstörung der Lebensräume, Umweltverschmutzung, Kilmaerwärmung  und Krankheiten sind 32 % der Amphibienarten weltweit vom Aussterben bedroht.


Wir Menschen können und müssen handeln!
Deshalb beteiligt sich auch der Tierpark Bischofswerda an einer weltweiten Aktion der deutschen Zooverbände und des Weltverbandes der Zoos und Aquarien um auf die prekäre Lage der Amphibien aufmerksam machen.

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Weitere Erhaltungs- und Nachzuchtprogramme

Teilnahme am Wiederansiedlungsprogramm "Pro Steinkauz - Nördliches Harzvorland"

Naturschutzarbeit

Der Tierpark Bischofswerda hat ein stark devastiertes Zauneidechsenhabitat mit einer äußerst individuenschwachen Restpopulation von Lacerta agilis renaturiert. Das Habitat ist ein Sekundärlebensraum in einer ehemaligen bäuerlichen Sandgrube am Stadtrand von Bischofswerda, im LSG „Oberlausitzer Bergland“. Die Sandgrube wurde 1990 aufgegeben. Seitdem fand eine rasche Sukzession statt. Außerdem wurde illegal Müll abgekippt. Dieser Müll wurde durch die Stadtverwaltung von Bischofswerda beräumt. Die Habitatgestaltung, im April 2008 fertiggestellt, beinhaltete die großflächige Bereitstellung von Sonnplätzen und Eiablageplätzen. Dazu wurden große Bereiche der südexponierten Sandwände von Bewuchs befreit. Aus anfallendem Gehölzschnitt wurden Versteckstrukturen und weitere Sonnplätze geschaffen. Im Herbst erfolgte eine Beseitigung weiterer Gehölzsukzession zur Erweiterung des Lebensraumpotenzials. Die Maßnahmen wurden und werden in Abstimmung mit Herrn Steffen Teufert (Herpetologe, Vorstandsmitglied im Landesfachausschuss Feldherpetologie und Ichthyofaunistik) durchgeführt. Die Eigentümer der Sandgrube haben für die Maßnahmen ihr Einverständnis gegeben und sind erfreut über deren Wert für den Naturschutz. Die Habitatfläche ist über strukturreiche Wegränder und einen sonnenexponierten Waldrand mit weiteren potenziellen Habitaten verbunden.

Erhaltungszuchtprogramm Zauneidechse in Kooperation mit Steffen Teufert

Im Tierpark Bischofswerda wird seit September 2004 artgerecht ein Bestand der einheimischen Zauneidechse gehalten.
Sinn und Zweck der Haltung im Freilandterrarium sind:

  • Aufmerksammachen auf die Bedrohung der Eidechsenart sowie aller heimischen Reptilien durch anhaltenden Lebensraumschwund

  • Rücksetzen von Nachzuchttieren in Oberlausitzer Habitate, wo sinnvoll.