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Jane auf nächtlicher Erkundungstour

Seit gut drei Monaten wohnt Grizzlybärin Jane nun schon bei uns. Es fällt ihr schwer im neuen Gehege, mit dem neuen potentiellen Spielgefährten, Fuß zu fassen. Zu viele neue Eindrücke wirken auf die, ja auch schon 17 jährige, Bärin Jane aus. Ihren ganz persönlichen Schutzraum hat sie gut angenommen und flüchtet nach jedem Gang nach Draußen wieder in ihre sichere Höhle hinein.

 

Die anfänglichen Schwierigkeiten, mit Stimmungsschwankungen und plötzlichen Attacken auf die Pfleger, sind überwunden. Jane verhält sich ruhig und zeigt sogar Neugierde auf die Tätigkeiten der Pfleger. Auch ihren Appetit hat Jane wiedergefunden. Sie frisst mit Vorliebe Reis und Hühnersüppchen, welche einzig für Jane angefertigt wird, da sie kaum feste Nahrung anrührt.  Auch Wassermelone gehört zu den liebsten Leckereien. Die großen Melonenhälften werden im Außengehege verteilt. Nach langer reiflicher Überlegung und gründlicher Kontrolle, ob die Umgebung auch sicher ist, geht Jane vorsichtig nach Draußen. Dort angelt sie sich eine Hälfte nach der Anderen heran und schleppt sie nach Drinnen, wo sie mit großem Vergnügen, peinlich genau ausgefressen werden. Ihre Erkundungsgänge nach Draußen finden im hellen Tageslicht aber nur sehr selten statt. Die Lockversuche mit Melonen funktionieren nicht jeden Tag.  Jane ist es gewohnt sich nachts auszutoben. Und genau diesen Luxus fordert sie sich regelrecht ein. Gegen 10:00 Uhr abends, wenn alles ruhig und dunkel ist wird Jane lebendig. Sie schlägt gegen den Metallschieber und schleudert ihren Futternapf im Schutzraum umher. Erst am nächsten Tag gegen 01:00 Uhr wird es wieder ruhiger in Janes Box. Da dieser seelische Stress, den sich Jane aussetzt, auf Dauer nicht gut ist, wurde beschlossen Jane auch nachts die Luke offen zu lassen. Bisher funktioniert das auch recht gut. Dass sie nachts unterwegs war sehen wir, wenn wir Balus Spielzeug in ihrer Box finden. Um jedoch genauer darüber im Bilde zu sein, was Jane genau anstellt und wo sie sich am meisten aufhält, wird die Möglichkeit einer Nachtsichtkamera in Erwägung gezogen. Ein Problem dabei ist nur, dass es ein sehr kostspieliges Unterfangen ist. Wenn sich ein Sponsor (arrow Spendenkonto) dafür finden würde, wäre das eine riesen Hilfe für den Tier- und Kulturpark. So kann jede Veränderung im Gehege und auch an Janes Gesinnung aber auch körperlicher Gesundheit besser nachvollzogen werden.

Eine Zusammenführung der beiden Braunbären ist in absehbarer Zeit noch nicht möglich. Erst wenn Jane sicherer in ihrem Auftreten ist, tags nach Draußen geht und sich die beiden ruhig beschnuppern können, kann darüber noch einmal nachgedacht werden.